Allein wegen seiner herzhaften Küche ist Kalabrien allemal eine Reisen wert: Die enorm Vielfalt hat sie berühmt gemacht.
Nirgends reifen die Tomaten und Aubergine besser als dort, ganz zu schweigen von den Peperoni; denn die Kalabreser mögen´s heiß.
Ein Lüstling schrieb mir, dass die Götter in Kalabrien gespeist haben und das glaube ich gerne denn die Göttern wussten, dass man am besten bei armen Leute isst. „ Das ist kein Zynismus, sondern pure Überzeugung.“ Kalabrien ist wie seine Küche, geprägt von der Armut und einer tiefen katholischen Glauben.
Jeder kirchliche Feiertag hat seine Tradition lokaler Gerichte, die so einfach wie schmackhaft sind.Im Landesinneren kommen zarte Lämmer und Ziegen auf den Tisch und besonders Schweinefleisch wird in vielen Variationen zubereitet, oft mit Fenchelsamen oder Peperoncini gewürzt, denn Se non é piccante, non é calabrese.
Getrunken wird bevorzugt Rotwein, den die alten Griechen mitbrachten. Allerdings sind aufgrund der zu steilen Hängen nur geringe Erträge möglich, weshalb man in Kalabrien mehr auf Qualität als Quantität setzt.
Und nun träume ich schon von meinem Kochkurs in Kalabrien, wo die Küche herzhaft und sehr pikant ist.
